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ABOUT

Kerim Maximilian Benoua (*1989) ist ein deutscher abstrakter Künstler, der zwischen Kunst, Gestaltung, Körperlichkeit und Alltag arbeitet. Seine großformatigen Arbeiten entstehen intuitiv in mehreren Schichten und bewegen sich bewusst zwischen Kontrolle und Loslassen. Sie sind weniger Ergebnis eines Konzepts als vielmehr Ausdruck eines Zustands.

 

Benouas Weg zur Kunst ist nicht akademisch linear, sondern geprägt durch reale Erfahrungen. Unternehmertum, körperliche Disziplin, permanenter Leistungsdruck, aber auch Phasen von Überreizung und Rückzug haben seine Haltung geformt. Diese Gegensätze spiegeln sich unmittelbar in seiner Arbeit wider. Kunst ist für ihn kein Rückzugsort vom Leben, sondern Teil davon. Er arbeitet, um zu leben, und malt, um zu verstehen.

 

Seine Bilder entstehen aus dem Prozess heraus. Acrylfarben, Sprühlack, Kaffee, Quarzsand, Gips und Isolierer werden Schicht für Schicht aufgebaut, wieder zerstört, überdeckt und neu interpretiert. Die Oberflächen sind roh, teilweise bewusst unruhig und niemals glatt. Perfektion spielt keine Rolle. Relevant ist das Echte, das Ungefilterte, das auch Brüche zulässt.

 

Inhaltlich verweigert sich Benoua klaren Narrativen. Seine Arbeiten bleiben offen, sind bewusst unbetitelt und ohne Erklärung. Bedeutung entsteht nicht durch Vorgabe, sondern durch Betrachtung. Nähe verändert Wahrnehmung, Distanz schafft Ruhe. Was zunächst reduziert wirkt, offenbart bei genauerem Hinsehen Tiefe, Spannungen und Spuren des Entstehungsprozesses.

 

Trotz der ruhigen Farbwelten, geprägt von erdigen Tönen, gebrochenen Weißflächen, Grauabstufungen und punktuellen neonhaften Akzenten, zeigen die Arbeiten keine ideale Welt. Sie spiegeln Reibung, Geschwindigkeit und Fragmentierung wider. Die leuchtenden Einsätze wirken wie Impulse, Störungen oder Erinnerungen. Sie sind bewusst gesetzt und niemals dekorativ.

 

Benoua sucht keine äußeren kunsthistorischen Referenzen. Seine Abstraktion ist persönlich, körperlich und unmittelbar. Er arbeitet häufig parallel an mehreren Leinwänden, direkt am Boden, um ein inneres Gleichgewicht innerhalb einer Serie herzustellen. Balance ist kein formales Ziel, sondern ein Zustand, dem sich jedes Bild annähert, ohne ihn endgültig zu erreichen.

 

Für Benoua ist Kunst immer auch Raum. Seine Arbeiten existieren nicht isoliert, sondern verändern Atmosphären. Sie wirken im Zusammenspiel mit Architektur, Licht und dem Menschen, der ihnen begegnet. Kunst versteht er nicht als Erklärung, sondern als Einladung, stehen zu bleiben.

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